Spezial Ein Held, dessen Leben chronologisch in die falsche Richtung verläuft: David Finchers Benjamin Button mit Brad Pitt erzeugt mit seiner Digitalkunst überwältigend wirklich scheinende Ergebnisse - und wäre doch nichts ohne seine echten Schauspieler. Von Verena Lueken
Spezial Zwei Stunden lang atemlos auf der Stuhlkante, obwohl man den Ausgang der Geschichte kennt: Operation Walküre ist natürlich ein Tom-Cruise-Film - vor allem aber ist Regisseur Bryan Singer einer der spannendsten Thriller der letzten Zeit gelungen. Von Michael Althen
Spezial Zeiten des Aufruhrs von Sam Mendes bringt das Titanic-Traumpaar Kate Winslet und Leonardo di Caprio wieder gemeinsam auf die Leinwand. Der Film erzählt von zwei Menschen, die sich nach langer Zeit eingestehen müssen, anders zu sein, als sie sich bisher wahrgenommen hatten. Von Peter Körte
Spezial Zwei Männer und eine Frau in einer Landschaft, wie man sie nur am Rande Deutschlands findet: Christian Petzolds Jerichow mit Nina Hoss, Benno Fürmann und Hilmi Sözer ist ein präzises, todtrauriges Kammerspiel. Von Verena Lueken
Spezial Heinrich Breloers großangekündigte Buddenbrooks-Neuverfilmung bleibt nicht nur hinter der Romanvorlage, sondern auch hinter anderen Verfilmungen zurück. In der Romanvorlage geht es um Leben und Tod, bei Breloer nur um Familie und Finanzen in üppiger Inszenierung. Von Edo Reents
Spezial Ein Film über die weißen Flecken und die Sprünge der Erinnerung: Claude Millers Ein Geheimnis zeichnet den Weg einer jüdischen Familie durch die Zeit der Besatzung nach. Etwas weniger Deutungswille und ein leichterer Erzählstil hätte dem Film jedoch gut getan. Von Peter Körte
Spezial An diesem Mittwoch wird Cornelia Funke fünfzig, am Donnerstag läuft die Verfilmung ihres großen Fantasyromanerfolgs Tintenherz in den Kinos an - ein enttäuschendes Geschenk mit einem Vorleser zum Abgewöhnen. Von Tilman Spreckelsen
Spezial Jedes Jahr ein Film, aber nicht jedes Jahr eine neue Idee: Harmlos und onkelhaft erzählt Woody Allens Vicky Cristina Barcelona die Liebesabenteuer zweier junger Amerikanerinnen in Spanien. Den feinen Unterschied machen Penélope Cruz und Scarlett Johansson. Von Peter Körte
Warum gibt es solche Filme eigentlich nicht bei uns? Ken Loach zeigt in It's a Free World eine starke Frau als Arbeitsvermittlerin. Schneller als ihr lieb ist, muss sie zu Methoden greifen, unter denen sie selbst zuvor gelitten hat. Von Rüdiger Suchsland
Ridley Scott schickt Leonardo DiCaprio in Der Mann, der niemals lebte als CIA-Agent auf die Jagd nach Terroristen in biblische Landschaften. Er geht dort für den Zuschauer rätselhafte Wege, und darin kann man sowohl die Stärke als auch die Schwäche des Films sehen. Von Claudius Seidl
Aus der Geschichte hätte alles Mögliche werden können, etwas Pompöses, Weinerliches, Pathologisches. Doch Caroline Link gelingt in ihrem ersten Film seit dem Oscar prämierten Nirgendwo in Afrika ein Kunststück der Leichtigkeit: Im Winter ein Jahr. Von Verena Lueken
Der Film ist eine Beichte in Bildern. Und weil das, was es zu erzählen gibt, kein Heldenepos ist, sondern ein Trauma, hat Regisseur Ari Folman ihm eine ungewohnte ästhetische Form gegeben: Waltz with Bashir ist eine animierte Filmphantasie über den Libanon-Krieg. Von Andreas Kilb
James Bond, der Retter der westlichen Welt, wird bei seinem zweiundzwanzigsten Auftritt endgültig zu einem ganz normalen Actionhelden. Keine Frage: Der Mann steckt in einer tiefen Identitätskrise. Von Peter Körte
Nichts schlimmer für einen Südfranzosen, als in den kühlen, unwirtlichen Norden des Landes versetzt zu werden. In dem französischen Kassenschlager Willkommen bei den Sch'tis muss der Postbeamte Kad Merad ins nordfranzösische Exil und lernt die Verschrobenheiten der Provinz lieben. Von Nils Minkmar