02. Januar 2009 Euro-Unternehmensanleihen von Unternehmen mit guter bis ausgezeichneter Bonität (Investment-Grade) sind für Anleger in den vergangenen anderthalb Jahren eine einzige Enttäuschung gewesen.
Die Risikoprämien gegenüber sicheren Staatsanleihen bewegen sich auf Rekordniveau. Nach den schmerzhaften Kursverlusten der Vergangenheit sehen erste Vermögensverwalter inzwischen jedoch den richtigen Zeitpunkt für einen Einstieg in den Markt gekommen.
Unternehmensanleihen: Gute Renditechancen bei kalkulierbarem Risiko
So ist derzeit beispielsweise der Kölner Dachfondsmanager Eckhard Sauren auf der Suche nach erfolgversprechenden Rentenfonds mit einer Ausrichtung auf Euro-Unternehmensanleihen: Wir sind gerade mitten in der Investitionsphase, sagt er. Auch Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der Fondsvermögensverwaltung SJB, sieht das in den vergangenen Monaten arg gebeutelte Marktsegment mittlerweile als gute Ergänzung für die Depots seiner Kunden: Unternehmensanleihen hoher Qualität bieten derzeit gute Renditechancen bei kalkulierbarem Risiko.
Als Beispiel führt er die neue Daimler-Anleihe mit dreijähriger Laufzeit an, für die der Autokonzern einen Kupon von 9 Prozent bieten musste, um genügend Abnehmer zu finden. Aktienanleger riskieren inzwischen öfter einen Blick auf die Anleiheseite der Unternehmen, bestätigt Fondsmanager Stefan Isaacs von der britischen Investmentgesellschaft M&G das neuerwachte Interesse. Angesichts rückläufiger Gewinne und möglicherweise ausbleibender Dividendenzahlungen bekämen laufende Zinseinnahmen ihren ganz eigenen Reiz.
Für Privatanleger bieten Fonds derzeit den besten Zugang zum Markt für Unternehmensanleihen. Der Handel von Einzeltiteln leidet schon seit längerem unter einer eingeschränkten Liquidität, so dass Privatanleger bei einem Direktengagement teilweise absurd hohe Abstände zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs hinnehmen müssen, was zusätzliche Kosten bedeutet. Großanleger wie Fonds sind da in einer besseren Position. Natalia Wolfstetter vom Fondsanalysehaus Morningstar verweist als weiteren Vorteil auf die breite Risikostreuung eines Fonds. Bei den zu erwartenden steigenden Ausfallraten seien diejenigen Anleger gut dran, die nicht alles auf eine Karte setzen würden.
Ergebnisse der Unternehmensanleihefonds streuen stark
Allerdings sei die Fondsauswahl ein sehr sensibles Thema, wie Dachfondsmanager Sauren anmerkt. Derzeit ist die Spannbreite des Anlageergebnisses von Euro-Unternehmensanleihefonds über die vergangenen zwölf Monate so groß wie selten zuvor. Während beispielsweise der populäre Schroder Euro Corporate Bond nur einen Abschlag von 0,5 Prozent hinnehmen musste, verloren Anleger im DWS Euro-Corp Bond gleichzeitig rund 20 Prozent. Neben der Leistungsfähigkeit des Fondsmanagements müsse derzeit auch die Liquiditätssituation im Fonds im Blick behalten werden, sagt Sauren.
Den preisgünstigsten Marktzugang stellen börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) dar. So baut der I-Shares Euro Corporate Bond vom Marktführer Barclays Global Investors in seinem Portfolio die Wertentwicklung des Marbit iBoxx Euro Liquid Corporates Index nach. Dieser Index spiegelt die Wertentwicklung der 48 liquidesten, auf Euro lautenden Unternehmensanleihen. Die Gesamtkostenquote inklusive der jährlichen Verwaltungsgebühr liegt bei lediglich 0,2 Prozent. Für aktiv von Fondsmanagern verwaltete Fonds wird üblicherweise ein Prozent fällig.
Die aktiv geführten Fonds haben jedoch den Vorteil, dass sich ihr Portfoliokonstrukteur von Pleitekandidaten rasch trennen kann - wenn er sein Handwerk versteht. Dieses Talent dürfte gerade in den kommenden Monaten gefragt sein, wenn es zu ersten größeren Zahlungsausfällen kommen sollte. Indexfonds können dagegen mit ihrem passiven Ansatz nur mit einer gewissen Verzögerung auf aktuelle Geschehnisse reagieren. So finden sich unter den zehn größten Positionen im I-Shares Euro Corporate Bond noch immer sechs Bankanleihen. Im Portfolio von M&G-Fondsmanager Isaacs sind Bankentitel dagegen wegen ihres Chance-Risiko-Profils deutlich untergewichtet.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: FAZ.NET
| Tops & Flop Fonds | Kurs | in % |
| Earth Gold Fund UI | 77,26 € | +194,32% |
| Falcon Gold Equity Fund | 444,66 $ | +177,69% |
| FORTIS L FUND Equity Indonesia C | 148,17 $ | +166,97% |
| Fidelity Funds - Indonesia Fund A (USD) | 17,63 $ | +162,93% |
| STABILITAS - PACIFIC GOLD+METALS P | 93,54 € | +158,26% |
| Franklin Templeton Japan Fund Class N (acc) EUR | 3,28 € | −18,81% |
| Hornet Renewable Energy Fund II | 48,19 € | −21,44% |
| Entrepreneur Opportunities Fund | 52,35 € | −24,03% |
| BERENBERG-EMERGING-UKRAINE-UNIVERSAL-FONDS | 11,66 € | −30,88% |
| Julius Baer Black Sea Fund (EUR) B | 27,98 € | −32,81% |
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
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|---|---|---|---|
Aktien-Index16.11.2009 13:00 |
1370,44 | 1332,51 | 1265,03 |
Performance-Index16.11.2009 17:35 |
305,36 | 294,53 | 275,36 |
Euro-Aktien-Index16.11.2009 17:35 |
145,12 | 137,85 | 125,63 |
@Seidl Eine Inflation von Vermögenswerten ist für das tägliche Leben irrelevant
17:18@Sam Tyler Inflation bedeutet, DASS die Eier teurer werden !
16:56 16:53Was mich am meisten an diesem Artikel stört, ...
16:47