Wissenschaftsgeschichte

Doppelkompetenzen gefragt

In der Wissenschaftsgeschichte ist die Logik wissenschaftlicher Entwicklungen eher an den Rand der Aufmerksamkeit gerückt. Dabei käme es auf das Nachzeichnen dieser Entwicklungen an. Die Biologie ist ein gutes Beispiel. Von Manfred Laubichler

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31. August 2008 09:07

Zur Theorien-Krise und Neuorientierung in der Biologie

Werner Hahn (wernerhahn)

Angeblich sollen wir uns gegenwärtig in einer „Theorien- und Datenkrise“ befinden; es fehlten „die übergreifenden Theorien und Konzepte“ in der Biologie wird behauptet. Zur theoretischen und konzeptuellen Biologie gibt es Beiträge zur geforderten „Neuorientierung der Biologie“, die der Wissenschaftsbetrieb besser zur Kenntnis nehmen sollte: „Evolutionäre Symmetrietheorie“ (EST) setzt – wie verlangt - auf einen transdisziplinären Dialog aller Beteiligten, was in der (vergriffenen) Anthologie „Evolutionäre Symmetrietheorie: Selbstorganisation und dynamische Systeme“ von 1996 bestens dokumentiert wird; zu Rezensionen vgl. www.art-and-science.de mit Link PDF EST. Jene geforderte und vermisste „interdisziplinäre Doppelkompetenz (in Natur- und Geisteswissenschaft)“ dominiert in den 19 Aufsätzen dieses Bandes. Das Buch ermöglicht und fördert „einen kontinuierlichen interdisziplinären Dialog“. In Spektrum der Wissenschaft beurteilte 1997 H. Bremer den inter- und transdisziplinären, „harmonisierenden“ Ansatz des Buches als „großartig“ und lesenswert“ für „Fachleute“ und „(genügend mutige) Laien“: „Möglicherweise wird dieses Buch in der Zukunft von hohem Wert sein als Leitfaden zur Entdeckung neuer allgemeiner Charaktere der Naturkräfte“.

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