Ausstellung in Paris

Ich Tarzan, du Leser

Tarzan steht für den Kämpfer und den Kulturmenschen in uns allen. Deshalb kommt er auch nicht aus der Mode. Eine große Ausstellung im Pariser Quai Branly zeigt, wie er die Bedürfnisse des zwanzigsten Jahrhunderts erfüllte. Von Werner Spies, Paris

Rem Kohlhaas' Zauberwürfel

Die Kunst zu verschwinden

In Seoul hat Rem Koolhaas einen merkwürdig zauberhaften Würfel gebaut, den man zu allen Seiten wenden kann, um ihn mal für Modeschauen, mal als Galeriefläche und mal als Kinosaal zu verwenden. Es ist eine Architektur, die vom Verschwinden handelt. Im September ist sie wieder weg. Von Verena Lueken, Seoul

Neuer Chabrol-Film

Nah an der filmischen Altersgrenze

Unbeeindruckt von seinem Alter dreht Claude Chabrol alle zwei Jahre einen neuen Film. Kurz vor seinem 80. Geburtstag schickt er nun Gérard Depardieu als saturierten „Kommissar Bellamy“ auf Tätersuche. Kündigt sich mit diesem autobiographischen Wiederholungswerk der Ruhestand an? Von Andreas Kilb

Im Kino: „L'enfer“

Auf der Suche nach einem Film, den es nie gab

Sein ambitioniertestes Projekt „L'enfer“ blieb schillerndes Fragment. Jetzt gibt ein neuer Dokumentarfilm mit historischem Bildmaterial faszinierende Einblicke in die Arbeit der französische Regielegende Henri-Georges Clouzot. Nie sah man Romy Schneider bunter. Von Michael Althen

Münchner Filmfest

Kein Preis für die Favoriten der Sponsoren

Eklat beim Münchner Filmfest: Die Jury verweigert die Preisvergabe in den Fächern Regie und Drehbuch und düpiert die Vorauswahl der Sponsoren. Ansonsten lässt man sich von wirtschaftlichen Sorgen nicht die Laune verderben und zelebriert sich als Zuschauerfestival. Von Michael Seewald

Im Kino: „Achterbahn“

Das Mögliche ist immer zu wenig

Von Loopings und Kapriolen: Peter Dörfler dokumentiert das Leben der Schaustellerfamilie Witte unter dem in diesem Fall tatsächlich sinnigen Titel „Achterbahn“. Der Film ist Versuch, das Schicksal zumindest im Rückblick zu bannen. Von Bert Rebhandl

Zum Tod Karl Maldens

Die ewige Nummer zwei

Bildergalerie An der Seite Marlon Brandos erspielte er sich in „Endstation Sehnsucht“ einen Oscar und wurde als verknautschter Lieutenant Mike Stone in der Fernsehserie „Die Straßen von San Francisco“ zur Fernsehberühmtheit. Jetzt ist Karl Malden mit 97 Jahren in Los Angeles gestorben. Von Michael Althen

Oscar-Preisträger

Schauspieler Karl Malden gestorben

Der amerikanische Schauspieler und Oscarpreisträger Karl Malden ist mit 97 Jahren gestorben. Dem deutschen Publikum wurde er vor allem in seiner Rolle als Polizist in der Fernsehserie „Die Straßen von San Francisco“ bekannt.

Video in voller Größe

Video-Filmkritik

Drehbuchrezepte für Millionen: „Ice Age 3“

Spezial „Ice Age“, die erfolgreichste Animationsreihe der Welt, setzt in ihrer dritten Folge auf das bewährte Rezept und technische 3D-Spielereien. Die Geschichte gerät dabei etwas flau. Doch der irrsten Trickfigur des letzten Jahrzehnts zuzusehen, bereitet immer noch tierisches Vergnügen. Von Andreas Platthaus

Kinovorschau

Eiszeitabenteurer, Wetterfeen und Hochstapler

In „Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los“ erleben die aufgekratzten Eiszeitfreunde rasante Abenteuer. Außerdem neu im Kino: Eine französische Sommerkomödie mit verführerischer Wetterfee und eine Dokumentation über einen größenwahnsinnigen Rummelplatz-Bauherrn.

Im Kino

Schocker in Brokat: Julie Delpys Film „Die Gräfin“

Die „Blutgräfin“ Erzsébet Báthory soll vor vierhundert Jahren junge Mädchen getötet und in ihrem Blut gebadet haben. Julie Delpy hat ihr einen Film gewidmet, der die Legende einerseits zu entlarven versucht, sich andererseits aber in ihr suhlt. Von Andreas Kilb

Video in voller Größe

Amerikanische Schauspielerin

Farrah Fawcett ist tot

Die krebskranke amerikanische Schauspielerin Farrah Fawcett ist in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben. Sie wurde 62 Jahre alt. Fawcett wurde in den siebziger Jahren mit der Fernsehserie „Drei Engel für Charlie“ weltweit bekannt

Neues Oscar-Reglement

Das Feld vergrößert sich - zehn statt fünf Top-Filme

Die Konkurrenz steigt in der Endrunde des Oscars: Ab dem kommenden Jahr sollen zehn statt der bislang üblichen fünf Filme um die Oscar-Trophäe als „Bester Film“ ins Rennen gehen. Das war zuletzt in den 40er-Jahren der Fall.

„Home“ im Kino

Uns ist auf dieser Welt keine Ruhe vergönnt

Aus der Schweiz kommt eine Filmsensation: Ursula Meiers „Home“ erzählt von einer französischen Familie, die in einem Haus an einer neuen Autobahn lebt. Als dort der Verkehr freigegeben wird, kippt der Schwank ins Psychodrama. Von Andreas Platthaus

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