Kaukasus-Konflikt

G-7-Staaten verurteilen Russland

Die Außenminister der G7-Staaten haben die Anerkennung der Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien durch die russische Regierung verurteilt. Auch Bundeskanzlerin Merkel kritisierte Moskau scharf. Dennoch soll der Dialog fortgesetzt werden.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. August 2008 20:46

Zu Pro-Russische Lesermeinungen

Karl Leck (kleck)

Herrn Neufeld scheint entgangen zu sein, dass es nicht Russland war, das die Kriege nach 19989 in der Welt angezettelt und geführt hat. Ich kann mich erinnern, dass diese von den USA, geduldet von den EU-Staaten, aufbauend auf Lügenszenarien, begonnen und geführt wurden und noch werden. Einzig und allein dem Ziel der USA untergeordnet, eine neue Weltordnung unter der Dominanz der USA zu schaffen. Ich weiß nicht, ob das die Werte sind, die Herr Neufeld meint – Krieg, Völkermord, Installation abhängiger Regierungen etc. Was sind nun die Verbrechen der Russen? Gewiss es war praktisch unter Jelzin. Für „eine Flasche Wodka“ hat er alles unterschrieben was ihm seine westeuropäischen und US- Berater untergeschoben haben. Ob das aber friedliche Entwicklung war, die zur Verelendung RU’ s führte? Putin ist für eine Weltordnung unter gleichen Partnern ohne Dominanz der Waffen. Das können die USA nicht hinnahmen, da dann die Rüstungslobby keine Profite erzielt und die Reichtümer der Welt geteilt werden müssten. Das passt nicht in das Herrschaftsdenken der USA – Administration. Und Demokratien benötigen etwas Zeit, um sich zu entfalten. Wir sollten Russland die Zeit geben. Wie lange hat wohl Deutschland für diesen Prozess benötigt?

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28. August 2008 20:13

Wodkaverbot ....

Karl Leck (kleck)

Warum verträgt unsere westliche Gesellschaft keine selbstbewussten Menschen in anderen Nationen? Warum beleidigen wir in den Medien und auch hier wieder stets Putin, der zwar im KGB tätig war – muss er deshalb ein Verbrecher sein? Hat schon jemand danach gefragt, welche der Herren der US- Administrationen beim CIA waren, der ja nachweislich eine Organisation des organisierten Verbrechens ist. (Kriegsvorbereitung in Vietnam, Ägypten, Chile, Irak, Afghanistan, Jugoslawien. Zweifelhafte Aktionen am 11.09., etc.). Wer sich etwas mit Bush jun. beschäftigt, wird bald lesen, dass er alkoholabhängig war. Warum unterstellen wir Putin eine Tunksucht? Jelzin war uns lieber. In seinem Suff hat er Russland verkauft. Nun hat Putin diesen Ausverkauf unterbunden und Russland zu neuem Selbstvertrauen geführt. Was ist daran schlecht? Er fällt den USA bei Ihren Welteroberungsplänen in den Arm. Das ist gut so!

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28. August 2008 15:37

Merkels Verhalten in ...

bernd ullrich (demokrat2)

... diesem Konflikt zeigt wie unprofessionell und naiv sie agiert. Sie folgt wie ein unmündiger Vasall der Linie Bushs und bedenkt nicht die Folgen für Deutschland. Russland ist ein Nachbar. Mit Russland bestehen starke wirtschaftliche Beziehungen, die beide Völker zu einander bringen können. Dies scheint alles nicht zu gelten, wenn die USA die Nato-Grenzen bis in den Kaukasus ausdehnen will. Im Hintergrund spielt Öl wieder eine Rolle. Das scheint für Amerika wichtiger zu sein, als der Frieden und die vielen Menschen, die bei derartigen Auseinandersetzungen ihr Leben lassen müssen. Ich stelle mir vor: Das Land Bayern erklärt die Loslösung von der Bundesrepublik Deutschland und Herr Jung schickt die Bundeswehr als Strafexpedition nach München und brennt ganze Dörfer nieder. Mehr als 1400 Bayern werden getötet. Was würden wir dann tun? Besonnene Politiker sind jetzt gefragt und keine Agitatoren, die einen Keil zwischen Europa und Russland treiben wollen. Frau Merkel ist zur Zeit auf Seiten der Agitatoren.

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28. August 2008 14:48

@Matthias Fiedler (msalcapone) wenn Frau Merkel......

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

... an der Aufrüstung Georgiens beteiligt war, wenn.... man hat da immerhin reichlich deutsche Waffen gefunden, dann ist auch durch noch so viel Quasseln ihre Ehre alles andere als wiederhergestellt. Man sollte sie dann abwählen. Macht ist kein Selbstzweck in einer Demokratie, sondern nur verliehen, die Deutschen Interessen durchzusetzen. Die liegen eher in einer Freundschaft, ja, ich sage es noch einmal, in einer Freundschaft mit Russland.

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28. August 2008 13:44

Wodkaverbot für Putin

Nitup Belisar (Belisar)

Man sollte führenden russischen Politikern den Wodka verbieten, vielleicht sind die Herren von Gasprom dann zu einer intelligenten Aussenpolitik fähig. Und danke Gerhard Schröder, für die Abhängigkeit vom russischen Öl. Vielleicht sollten sich die deutschen Wähler das nächste mal vorsichtiger sein, wenn ein Mitarbeiter der Gasprom für den deutschen Bundeskanzlerposten kandidiert.

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28. August 2008 13:32

Die Unerträglichkeit des leichten Steinmeier Geschwätzes

Michael Menzel (Galenos)

Steinmeier warnt, mahnt, sieht voraus, beschwichtigt, will "die Türen offen halten", relativiert, kritisiert Merkel falls sie einmal ausnahmsweise fast eindeutige Stellungnahmen von sich gibt, beschmutzt mit Selbstbezichtigungen die EU, kriecht vor den neuen Zaren. Alles triviales Geschwätz, daß auch jeder russophile Stammtisch-Quatscher von sich geben könnte. Soll er doch seinem Lehrmeister, dem neuen russischen Ölscheich Schröder nachfolgen. Soll er sich in Russland verkriechen und dem Westen von dort aus jeweils die imperialistischen Strafexpeditionen, zur Rettung der "Pass-Russen" in den jeweiligen Ländern erklären. Nur leider gibt es nichts zu erklären oder beschönigen. Barbarei, Aggression und Imperialismus sind "ein Wert an sich", der sich nicht weiter erklären läßt. "„Wir müssen alles tun, dass die Krise im südlichen Kaukasus nicht zu einer Krise der gesamten Schwarzmeerregion wird“... Er verwies dabei auf die Ukraine. „Wir verfolgen den Streit um die Stationierung und die Bewegungsmöglichkeiten der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol.“ "Ich kann nur hoffen, dass die letzten Tage allen eine Lehre sind. Wenn es nicht gelingt, die Eigendynamik von Konflikten zu durchbrechen, geraten sie außer Kontrolle.“ Mach mal!

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28. August 2008 11:08

Pro-Russische Lesermeinungen

Claus Neufeld (anja87)

Bei der Lektüre der Lesermeinungen zu den Berichten der Krise im Kaukasus muss ich mich doch fragen, ob die russische Propaganda bereits in voller Breite bei uns angekommen ist. Es erstaunt mich, wie Werte unserer westlichen Demokratien über den Haufen geworfen werden, desweiteren die westlichen Länder als der eigentliche Agressor dargestellt werden nur um ein diktatorisches System, mitsamt seinem noch immer im Stolz veletzten Militär- und Geheimdienstapparat, zu legitimieren. Ende des letzten Jahrhunderts gab es die große Möglichkeit Gesamteuropa nach dem Ende des Kalten Krieges zu einem sehr sicheren, friedlichen als auch politisch und wirtschaftlich stabilen Terrain zu machen. Bis zur Entmachtung Jelzins sah es auch so aus, als könnte es funktionieren. Aber dann???? Spätestens jetzt sollte aber jedem klar sein, dass Russland (hier sollte man wohl einschränkend sagen - die politische Führung) dieses überhaupt nicht will.

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28. August 2008 10:58

@Lutz Grellmann

Robert Miller (Dr_Rob)

Sehr geehrter Herr Grellmann, zum Thema FAZ-Berichtsertattung kann ich Ihnen nur das neueste FAZ-Produkt "An einem Dienstag im August 2008" vom 28.08.08wärmstens ans Herz legen. Auszug daraus: "...Aber dann erinnert man sich daran, wie Wladimir Putin in Hemdsärmeln auf der Tribüne des Olympiastadions in Peking saß und seiner Mannschaft bei der Eröffnungsfeier zujubelte, während seine Truppen in Georgien Bomben abwarfen. Er war schwer verschwitzt..." Das ist FAZ-Berichtserstattung! Mir scheint, dass FAZ z.Zt. mehr Übersetzer als ernsthafte Reporter beschäftigen würde. Denn hier werden "stumpf" offiziellen Statements aus Washington (vielleicht etwas ausgeschmückt) weitergegeben.

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28. August 2008 09:35

Eskalation ? III. Weltkrieg in 5 Jahren !!

Jeremias Meiers-Gruenthal (DrMeiers)

Welchem Ziel soll die NATO-Mitgliedschaft eines moralisch sehr fragwuerdigen ASIATISCHEN Kleinstaates mit 4 Millionen Einwohnern -Georgien- dienen ? Was hat das mit NORDATLANTIK zu tun ? Wichtig ist nur, dass Kriegstreiber in den USA Gelegenheit erhalten, Militaerbastionen vor Russlands Haustuer zu errichten und es damit einzukreisen.==Wahre Probleme beginnen dann, falls die Ukraine -desgleichen mit "Direktanschluss am Nordatlantik" !!!- Zuflucht bei der NATO findet. Die Ukraine ist strategisch usw. ein ganz anderes Kaliber als Georgien. Nur : Dann sind wir in der Naehe eines III. Weltkriegs.==Wie bildungsfern sind Merkel & Co., um diese sehr wohl drohenden Konsequenzen auszublenden und in blindem Gehorsam den USA nachzuplappern ?

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28. August 2008 09:07

Kritik

St. Koch (Pensacola)

Soso, die Außenminister der G7-Staaten und Bundeskanzlerin Merkel kritisieren Moskau "scharf". Herr Medwedjew und Herr Putin, werden vermutlich vor Lachen brüllend die Kremlflure hoch- und runterrollen, schließlich hat Rußland den Lotus-Effekt für Kritik zu einer Zeit erfunden als das vergangene Jahrhundert noch ferne Zukunft war. Ein Dialog mit Leuten die Russlands Interessen skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen hat nie stattgefunden und wird auch nicht stattfinden. Das hat die russische Regierung nicht nötig. Die paar G7-Pinscher die ihr wegen Georgien ans Bein pinkeln wollen, werden nur deshalb nicht weggetreten, weil deren gekränkt jaulende Bedeutungslosigkeit schlafende Hunde im Rest der Welt wecken könnte.

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28. August 2008 08:13

Differenzen zwischen Meinungsbildung und Interessenpolitik...

Matthias Fiedler (msalcapone)

... lösen heute Meinungsforscher/-institute (stets im Auftrag der Legislativen) und Telefone. Ein beispielhaftes Szenario: Russland verstösst gegen Völkerrecht (eigentlich ein eigenes Thema wert) aber Russland weiss, es kann/darf das, denn die Welt ist abhängig von Russland. Bundesregierung merkt "oh, verdammt das Völkerrecht" aber auch "oh, verdammt, Russland" und fragt nach, wie die Stimmung und Meinung im eigenen Land ist - sieht schlecht aus für Russland. Also schnell in Moskau anrufen und Medwedjew fragen, der dann Putin fragt, ob Frau Merkel trotzdem etwas den Zeigefinger heben und eine ernste Mine aufsetzen darf. Aber eigentlich meint sie es nicht wirklich so. Und schon sind alle zufrieden: Wir, Frau Merkel, die russische Ehre, die Abchasier und die Ossetier - ach ist das schön. Nur die Georgier nicht aber wo liegt denn schon Georgien und wer wohnt denn da überhaupt.

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28. August 2008 03:31

Georgiens Gasleitungen und die Einkreisung Russlands

Peter Slater (Wales-Rhondda)

Also, es ist doch vollig klar, das Russland sich langsam eingekreist fuhlt und Russland wird jetzt in den Westen als Aggressor gesehen. Russland nahm sich das Recht, seine Burger in der Enklave zu schutzen. Hatte die USA anders reagiert? Hatte Israel anders reagiert? Hatte Grossbritannien anders reagiert? NEIN. Es ware namlich noch schlimmer gekommen und die USA hatten doch gleich sofort so eine Regierung mit Gewalt gesturzt und die Kritiken aus anderen Lander hatte man zur Kenntnis genommen und das wars auch schon. Russland hatte bis nach Tilflis marschieren sollen und die Regierung sturzen sollen, so wie die USA das fast jedes Jahr vormachen. Russland fuhlt sich eingekreist und das Russland sich irgendwann wehrt, ist doch verstandlich. Das der Westen den georgischen Kriegstreiber Saakasvilli unterstutzt, dafur habe ich uberhaupt kein Verstandnis. Tja Georgien hat wichtige Gasleitungen und Europa braucht das GAS und jetzt kommt der Winter bald und das OEL in Aserbaitschan ist ja auch nicht mehr so weit weg. Das ist der ware Grund fur die Unterstutzung eines Prasidenten, der Georgiens Truppen befahl, Menschen umbringen zulassen und sich entschloss Russland herauszufordern. Russland reagierte vollig zurecht und misstraut Europa.

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28. August 2008 02:32

@Eugen Abramov (EugAb) na klar wird es da auch mal Demokratie geben,

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

ein bischen Geduld muss man schon haben unsere DDR hat ja auch verdammt lange gebraucht und von wirklicher Anpassung kann man bis heute nicht reden, da wird wohl eine Generation erst aussterben müssen. Die Wahlen waren korrekt in Russland, von den dortigen Mehrheiten kann Frau Merkel nur träumen. Das fatale ist, dass der Westen die Übergangsprobleme eines solchen Staates nicht sehen will. Das kapitalistische Ausräubern mit westlichen Konsumgütern, anders kann man es gar nicht nennen, ist noch kein Demokratiekriterium. Hier war Putin ein Glücksfall, Russland vor dem Ausverkauf zu bewahren in den es durch Jelzin getaumelt war. Also aus Freund Feind muss noch Recht und Unrecht werden. Aber ein russischer Freund ist mir lieber als ein westlicher.

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28. August 2008 02:32

Annerkennung Abchasiens und Sued Ossetiens

Walter Remy (wremy)

Russland hat mit den miliraerischen Massnahmen und der politischen Anerkennung der zwei georgischen Provinzen den laufenden Unruhen in Georgien ein Ende bereitet. Jetzt ist erst mal Ruhe -wahrscheinlich fuer eine ganze Weile egal was die USA oder Europaer sagen. Verweise auf das Voelkerrecht sind zwar richtig, spielen aber eine der Politik untergeordnete Rolle. Deshalb sollten sich die Gemueter bald mal wieder beruhigen und sich auf einen politischen Diskurs mit Russland konzentrieren. Weder die USa noch Europa haben in den vergangenen Jahren auf das immer groesser werdende Unbehagen Russlands Ruecksicht genommen weil man die Russen fuer zu schwach glaubte. Dieser Phase ist nun ein Ende gesetzt worden. Der immer weiteren Ausdehnung der NATO sind jetzt Grenzen gesetzt. Es ist eigentlich ganz gut so.

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28. August 2008 01:00

FAZ- Berichterstattung

Lutz Grellmann (Lumi1)

Es ist für die FAZ überfällig, einmal den genauen Hergang und Ablauf des Beginns dieser Krise - und vor allem den Beitrag der Georgischen Politik hierzu- umfassend und genau darzustellen. Es wäre auch wünschenswert, hierbei den Beitrag mafiotischer Gruppen einmal klar darzustellen !! Dazu ist eine seriöse und exakte Aufarbeitung des Geschehens erforderlich. Ich glaube der FAZ wenn sie erklären würde, daß sie dies nicht innerhalb kurzer Zeit erledigen kann.

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