Nahe der Grenze zu Südossetien: Die Flagge Georgiens

Krise im Kaukasus

Südossetien: EU-Beobachter destabilisieren die Lage

Den EU-Beobachtern im Kaukasus wird vorgeworfen, das Eindringen bewaffneter Georgier in die „Pufferzone“ zu Südossetien nicht zu verhindern. Die Beobachter selbst fordern indes Zugang zu der abtrünnigen Provinz. Nur so könnten die Vorfälle untersucht werden. Von Michael Ludwig, Moskau

Lesermeinungen zum Beitrag

29. Oktober 2008 21:39

BBC: Georgia accused of targeting civilians

Olga Milosch (OlgaPavlova)

Auf BBC findet sich eine Reportage über die Ereignisse in Georgien. Der Verfasser des Berichts, Tim Whewell, betonte unter Hinweis auf Augenzeugenberichte und Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, dass "Georgien im August möglicherweise bei dem Angriff auf das abtrünnige Südossetien Kriegsverbrechen begangen hatte" und dass die georgischen Soldaten "die Zivilbevölkerung möglicherweise bewusst angegriffen hatten". Wie aber die RIA-Nowosti schreibt, ist die Reportage von BBC auf keine nennenswerte Resonanz in Großbritannien gestoßen. Die wichtigsten Zeitungen und deren Internetausgaben beachteten sie nicht, wie auch die Staatsorgane.

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24. Oktober 2008 14:08

Moskau will den Konflikt unbedingt weiterführen

Sönke Peters (soenkepeters)

Es findet in Russland insbesondere in den staatlichen Fernsehkanälen eine sich seit Wochen verstärkende hetzerische „Berichterstattung“ über den Kaukasuskonflikt statt. Zum einen wird damit penetrant in die Köpfe gehämmert, dass der Westen Georgien aufgerüstet hätte aber Russlands Armee (stets) siegreich wäre; und zum anderen werden die Georgier vermeintlicher Gräueltaten beschuldigt, denen täglich neue „Anekdoten“ hinzu gefügt werden. Dies dient u.a. dazu, von den verheerenden Zuständen in den Streitkräften abzulenken und die Volksseele trotz aller inzwischen unwiderruflichen Beweise, dass es sich um einen russischen Angriffskrieg gehandelt hat, bei der Stange zu halten. U.U. sind die eigentlichen Gründe aber gravierender, denn die Aufstockung der russischen Truppen auf über 7,000 in den letzten Tagen allein in Südossetien + einer unbekannten Anzahl Truppen des FSB ließe auch anderes vermuten. Tatsache indes ist, dass bereits eine EU-Beobachtergruppe von ossetischen Milizen in Kerngeorgien (!) überfallen und ausgeraubt wurde und es ist Fakt, dass russische Truppen noch immer in Gegenden stehen, wo sie vor dem 7. August nicht gewesen waren.

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24. Oktober 2008 13:20

Herr Macharadse

Olga Milosch (OlgaPavlova)

Es gibt ausser schriftlichen Zeugnissen auch ein paar (uebrigens von georgischen Soldaten) aufgenommene Videos. Da sieht man, wie sie auf zivile Autos vom Panzer schiessen und auf den Menschen, der ihnen weglaeuft. Das dies nicht der Einzelfall war, bleibt ohne Zweifel. Die vom Mordrausch jubelnden georgischen Panzerschiesser haben wir ja auch gesehen. Der Grund warum einige der Opfer, von denen im erwaehnten Buch die Rede ist, nicht in der Totenliste sind, kann folgendes sein - die Augenzeugen, die das erzaehlt haben, konnten die Namen nicht kennen. Uebrigens die Tatsachen zu verneinen, die den Leuten so viel Leid gebracht haben, ist der Hoehepunkt des Zynismus.

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24. Oktober 2008 02:15

Bereitet Russland propagandistisch den nächsten Kaukasus-Feldzug in 2009 vor ?

Robert Hamacher (harohama)

Angesichts der laufenden anti-georgischen Propagandawelle in der staatskontrollierten russischen Medienlandschaft, die an die Kampagne im Sommer 2008 erinnert, müssten sich unsere schlappschwänzigen Aussenpolitiker auf neuen Ärger vorbereiten. Die kreml-treue Iswestija kolportiert am 16. Oktober "Informationen" des FSB und des russ. Innenministeriums, nach denen georg. "Speziakräfte" terrorist. Angriffe in Moskau, Sochi und St. Petersburg planten; die Sprengung von Apartmentblocks ( Da war doch schon mal was ?), den Einsatz von Selbstmordkommandos, gar eine Massenerschiessung von Fussgängern im Zentrum Moskaus. News.ru erfindet am 21. Oktober eine Schmonzette, um von den tatsächlichen Gründen der Rubelschwäche abzulenken und die alsbaldige Abwertung zu "erklären" - natürlich mit Georgien als Beelzebub: Georgien werde mit zig Millionen gefälschter Rubelscheine die russische Wirtschaft unterminiieren, die CIA hätte bereits mit Hilfe der US Navy das notwendige Material dazu herangeschifft, als Hilfslieferung deklariert. Da wundert einen nichts mehr.

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23. Oktober 2008 19:37

@ Olga Pavlova : Märchenerzähler, Auftraggeber und Erfüllungsgehilfen

Kacha Macharadse (waschli)

Die einzelnen Personen, die mit ihren Lügengeschichten das Buch „South Ossetia. Chronicle of Contract Murder“ bereichert haben, haben sich nicht umsonst die Mühe gemacht und stehen bestimmt auf der Gehaltsliste des russischen Staates, wie übrigens die gesamte südossetische Führung auch. Wenn wir Glück haben, werden wir diese Leute früher oder später vor einem Gericht wegen Volksverhetzung erleben und dann werden sie hoffentlich bekannt geben, in wessen Auftrag solche Geschichten erzählt wurden. Wäre Russland es gelungen, in Georgien eine pro-russische Regierung zu installieren, hätten wir ein ähnliches Buch mit Gräueltaten der ossetischer und nordkaukasischer Milizen aber keinesfalls der russischen Soldaten, auch in georgischer Sprache bekommen um den Hass zwischen Georgiern und Osseten zu säen. Zumal sind Beispiele in nördlich von Zchinwali gelegenen georgischen Dörfern genug vorhanden. Die georgischen Fernsehanstalten tun gut daran, den Fantasien einzelner Journalisten keinen freien Lauf zu lassen und die Geschichten im sachlichen Zusammenhang zu erzählen, nämlich: die russische Führung ist der Auftrag- und Ideengeber und die ossetische und nordkaukasische Milizen, und eben nur diesen, sind deren Erfüllungsgehilfen.

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23. Oktober 2008 19:31

@Olga Pavlova: Wenn Sie sich die Mühe geben und etwas recherchieren würden

Kacha Macharadse (waschli)

Auf der Internetseite der russischen Kommission zur Untersuchung von Kriegsverbrechen in Südossetien ist eine Liste mit Kriegsopfern auf ossetischer Seite zu finden. Die Liste umfasst 365 Namen und enthält sowohl Zivilisten als auch Milizen mit jeweiligen Todesursachen. In dieser Liste finden Sie keine einzige Frau mit Schwester und kleinen Kindern, die von georgischen Militärs in ihrem Auto erschossen wurde, keinen einzigen Menschen, der vom Panzer überfahren wurde, keinen einzigen Menschen, der von einem georgischen Soldaten „direkt erschossen“ wurde, keinen einzigen Menschen, der mit Messer erstochen wurde, keinen einzigen Menschen, der im Keller durch Einwurf von Granaten umkam. Die einzige Erwachsene namens Yelbakieva wurde 1928 geboren. Die Kann unmöglich die Mutter eines dreijährigen sein. Erwähnt wird die Familie Dshussojew, Vater und 2 Kinder, deren Auto so wörtlich „die Georgier mit dem Benzin übergossen und angezündet haben“. Verdächtig bei der ganzen Sache ist aber, dass das ossetische Dorf wo die Familie beigesetzt wurde und woher die Familie wahrscheinlich auch stammte in dem georgisch kontrollierten Gebiet Südossetiens befand und in 2007 Kokoity einen NGO-Vertreter namens Dshussojew zum Verräter erklärt hat.

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23. Oktober 2008 17:59

Putins & Kokoitys Lügen: "Genozid" und "Stalingrad des Kaukasus"

Robert Hamacher (harohama)

Im Gegensatz zu einigen immerwährenden "Fellow Travellers", die sich hier tummeln, ist man in Teilen der russischen Öffentlichkeit trotz der Mediengleichschaltung wesentlich weiter. Die offiziellen russischen Ermittler versuchen bereits seit September systematisch, die herausposaunten "2000 zivilen Toten und mehr " herunterzufahren. Bis zum heutigen Tag sind einige hundert Tote von russ-/südoss. Seite nachgewiesen, wobei offensichtlich Kombattanten (Milizen u.ä.) mitgezählt werden. Genozid? Der mittlere Zerstörungsgrad von Zvinchali liegt nach russ. Medienangaben bei ca. 20-30%, 10% der Gebäude seien schwerstbeschädigt. Aber von wem? Nur von georgischen Streitkräften ab dem 7./8.8. ? Nicht auch von russischen? "Stalingrad des Kaukasus"?? 70% Zerstörung?? Es ist allzu offensichtlich, dass unmittelbar erhobene Genozid-und Zerstörungsvorwürfe den Vorwand bildeten für die lange geplante russische Invasion. Dass der russische Hegemon heute wie seit über 200 Jahren darum bemüht ist, die kaukasischen Ethnien aufeinander los zu hetzen im Sinne eines "Divide et impera!", kann kaum jemand bezweifeln.

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23. Oktober 2008 17:22

@K.Macharadse

Olga Milosch (OlgaPavlova)

Ich würde Ihnen gerne einen Rat geben, Herr Macharadse, damit Sie sich etwas näher zur Realität rücken. Nehmen Sie das Buch, fahren Sie nach SO und sagen Sie den Leuten ins Gesicht, dass alles, was sie da erzählt haben, Lüge ist. Und dass der Herr S-wili es eigentlich mit SO gut gemeint hat. Zuvor aber lernen Sie sehr schnell laufen!

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23. Oktober 2008 11:58

Weshalb die Russen die ossetischen „Zeugen“ die Lügen erzählen lassen

Kacha Macharadse (waschli)

Das Ziel ist es den Hass zwischen den Völkern zu säen. Die Osseten werden an den angeblich von Georgiern verübte Gräueltaten glauben und die Georgier hassen und die Georgier werden die Osseten für die Verbreitung der Lügengeschichten hassen. Weswegen wird Saakaschwili von der russischen Führung abgrundtief gehasst? Weil er es verstanden hat den von der russischen Seite geplanten, vorbereiteten und bereits angefangenen (am 06.08 hat die südossetische Führung den Beschuss aller Stellungen der georgischen Polizei und georgischen Friedenstruppen angeordnet) Georgisch-Ossetischen Krieg in den Georgisch-Russischen Krieg umzuwandeln. Nur wenn die kaukasischen Völker sich gegenseitig hassen, kann Russland die Rolle einer Ordnungsmacht spielen. In diesem Kontext ist auch das Buch „South Ossetia. Chronicle of Contract Murder“, wovon die Frau Pavlova spricht, zu sehen. Die „Zeugen“, meist wahrscheinlich Osseten, erzählen Lügen, die durch den Vergleich mit den Angaben der russischen(!) Untersuchungskommission leicht widerlegt werden können. Die Osseten und Georgier werden sich gegenseitig hassen. Die Russen werden den Unparteiischen spielen. Kein Wunder, dass das Buch in PACE nicht verteilt werden durfte.

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23. Oktober 2008 11:28

Kokoitys Marionettenregime behauptet .....

Robert Hamacher (harohama)

[ Zensierter FAZ-kritischer Kommentar vom 22. Oktober 21:50] Die dem Schwachsinn nahe Überschrift ist einem überforderten Endredakteur ( ? Volontär oder Hospitanten :)) ) zu verdanken. Kokoity, ehemaliger Nachtklubrausschmeißer u. aktives OK-Mitglied, Kokoity hat sich zu verantworten wegen systematischer Vertreibung von Teilen der in Südossetien seit je lebenden Bevölkerung u. vorsätzlicher Zerstörung von deren Lebensgrundlagen (Planmäßige Brandschatzung georgischer Dörfer). Die russo-sowjet. Besatzungstruppen in den sog. "Pufferzonen" haben die Kokoity Gangstermilizen weitgehend ungehindert marodieren lassen. Dass bewaffnete georgische Kräfte wie Polizei u.ä. nunmehr in georgisches Staatsgebiet einrückt, ist selbstverständlich. Die unbewaffneten EU Beobachter sind zu Sicherungsmaßnahmen für die Zivilbevölkerung nicht in der Lage. Dass sich Flüchtlinge u. Vertriebene "bemerkbar" machen, braucht nicht zu wundern. Der Auftrag der EU Beobachter bezieht sich auf Gesamtgeorgien; inwieweit die Mission vertrauensbildend wirken kann, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die EU ihren Auftrag tatsächlich auf das gesamte Staatsgebiet Georgiens erstrecken kann - sonst verspielt sie den Vertrauenvorschuss bei der georgischen Zivilbevölkerung.

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23. Oktober 2008 11:07

@Hrn. Peters

Olga Milosch (OlgaPavlova)

Die von mir angefuehrten Beispiele sind keine "Horrormarchen", sondern dokumentarisch belegte Tatsachen, die unter anderen Beispielen in der UNO-Sitzung von russischer Seite vorgelegt worden sind. Ihre anderen Bemerkungen kommen auf einer provinziellen Buehne gut an, ich habe keine Lust die zu kommentieren.

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22. Oktober 2008 23:09

@ Olga Pavlova (OlgaPavlova) ... Peinlich, peinlich

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrte Frau Pavlova, Ihr Behauptung, im Westen würde etwas verschwiegen, die freie Presse würde sich also den Mund verbieten lassen, wäre also damit gar nicht frei, ist bei allem Respekt völlig abstrus. Hat nicht gerade die freie und auch gerade amerikanische Presse solch Dinge wie z.B. „Watergate“ oder die unhaltbaren Zustände in Abu Graib ans Tageslicht befördert? Ihre Horrormärchen sind nett und schön, erinnern aber zu sehr an Adolf Hitlers Propaganda bzgl. Sudetendeutschen oder Deutschen in Polen. „Beweise“ liefern Sie indes gar nicht, sondern penetrieren mit billigsten Geschichten von überfahrenen Kindern und ähnlichen Effekthaschereien. „Bücher“ über vermeintliche Gräueltaten sind indes schon viele erschienen, das bekannteste hatte den Titel „Mein Kampf“. Schön aber, dass Putins Kamarilla und ihre Schreiberlinge sich heute zumindest durch Sie „literarisch“-propagandistisch so leicht einordnen lassen. „Die Georgier“ mögen mittlerweile in Putins Russland so etwas wie „Juden“ in Deutschland 1933-1945 sein; stereotype Feindbilder, wie Sie sie kolportieren, kommen aber im Westen nicht mehr so gut an. Sie sollten sich was Besseres einfallen lassen! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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22. Oktober 2008 22:32

Putins „Rot-Grün-Drückern“ zum Trotze und um der traurigen Wahrheit willen:

Sönke Peters (soenkepeters)

Die sog. Regierung von Südossetien ist nachweislich nicht mehr als eine Clan oder eine Bande von Kriminellen von Moskaus Gnaden, wie sie auch in Tschetschenien etabliert worden ist. Putin ist es natürlich nicht genehm, wenn an seiner eingebildeten Süd-Flanke im Kaukasus ein prosperierender Staat wie Georgien einen wirtschaftlichen Aufbau, eine Abkehr von einer Mafia-Clan-Wirtschaft und völliger Korruption vollführt und damit eine Strahlkraft auf die gesamte Region ausübt. Das untergräbt schließlich seinen Einfluss dort und damit letztendlich die Kontrolle über die Energie-Rohstoff-Lieferungen und seinen wichtigsten Machterhalt: Das Geld des freien Europas. Dieses Geld ist für Putin und seine KGB-Oligarchen-Bande so dringend notwendig, wie für den Süchtigen der nächste „Schuss“ ist. Der russische Angriffskrieg gegen Georgien ist prinzipiell die Handlung eines Abhängigen und die jetzt stattfindenden „Störmaßnahmen“ in Georgien dienen, wie der brutale Angriffskrieg und die Zerstörungen seit dem 08.08.08 dort, einzig und allein dazu, Georgien zu destabilisieren und jedes ausländische Investment vor Ort, insbesondere in Form einer Erdöl- Gaspipeline, zu untergraben.

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22. Oktober 2008 21:56

Beweise für Völkermord und ethnische Säuberungen

Olga Milosch (OlgaPavlova)

seitens georgischer Armee gibt es schon in jeder Menge. Nur sie werden im Westen mit Sorgfalt stillgeschwiegen. Es erschien ein Buch "Südossetien. Chroniken einer Tötung auf Verlangen", wo Geschichten der Opfer und Bilder dargestellt sind. Ein paar von Augenzeugen belegte grausame Beispiele: Eine südossetische Frau mit seiner Schwester und kleinen Kindern von georgischen Militärs in ihrem Auto kaltblutig erschossen; auf demselben Weg von georgischen Panzern 15-jährige Dina Dshussojewa und 14-jähriger Allan Dshussojew erschossen; eine ältere Frau mit zwei Kindern vom georgischen Panzer überfahren; eine schwangere Frau von georgischen Soldaten direkt erschossen; eine andere schwangere Frau in Zhinvali auf der Straße mit dem Messer erstochen; die Keller, wo sich die Leute versteckten, mit Granaten beworfen; in eigenem Haus in Zhinvali die Familie Jelbakiev - die Mutter mit seiner dreijährigen Tochter erschossen ... und vieles mehr. Das Buch durfte übrigens in PACE nicht verteilt werden - das war ein Beschluss des Vorstands des Europarates.

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22. Oktober 2008 10:36

Südossetien: EU-Beobachter destabilisieren

Ralph Bohr (rabo0101)

Dem vorherigen Beitrag schließe ich mich an. Die Überschrift ist irreführend, und nur wer den Text liest erkennt den differenzierteren Inhalt. Äußerst erfreulich ist, dass überhaupt einmal wieder etwas zum Thema in der Zeitung steht. Es wird seit Wochen so wenig berichtet, dass man fast den Eindruck haben könnte, hier sei alles wieder in Ordnung, und alle Parteien hätten die Vereinbarungen des Waffenstillstandsabkommens erfüllt.

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22. Oktober 2008 08:33

Südossetien

Michael Neumann (micha7272)

Sobald russische Grenztruppen Stellungen an der Grenze bezogen haben werden, wird es ruhig. Die Beobachter wollen die Vorfälle untersuchen. Wenn man sich so eine Situation in Kosovo vorstellt, so wäre ja schon der Schuldige bekanntgegeben werden, die Serben. Hier aber ziert man sich, mit der Wahrheit rausrücken. Georgier versuchen auf Teufel komm raus, die Situation zu destabilisieren. Ja und die EU will ja die Kriegsspielchen von Herr S. finanzieren. Super, als ob in der EU für das Geld keine Verwendung wäre. Sollen doch die Amis ihren Ziehsohn fördern. Er und die Amis haben das Problem am 8. August erst möglich gemacht.

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22. Oktober 2008 02:30

Sie können es nicht lassen.

Michael Menzel (Galenos)

Die Marionette Moskaus Kokojty behauptet: "Die EU-Beobachter im Kaukasus würden das Eindringen bewaffneter Georgier in die „Pufferzone“ zu Südossetien nicht verhindern." Wie sollen denn bitteschön unbewaffnete Bobachter so etwas machen, sofern es überhaupt stattfand und nicht nur eine Propagandalüge ist? Der angebliche Überfall Georgiens am 7/8. 9. 08 ist keineswegs bis heute aufgeklärt, da geht es schon wieder los mit so einer Behauptung. Die Russen haben wohl Saakaschwili schon damals für verrückt erklärt, aber nachdem die Russischen Besatzer jede militärische Infrastruktur Georgiens zu Klump gebombt und geschossen haben zweifelt man sehr, daß sich ähnliches jetzt im Kleinen wiederholen sollte, und ob Saakaschwili so verrückt wäre, die Besatzer zu provozieren. Ob die Georgischen Eindringlinge jetzt mit Pfeil und Bogen Südossetien überfallen? Das Ganze stinkt ohnehin nach der Schablone von Sender Gleiwitz und seit "5 Uhr 45 wird zurückgeschossen". Es ist so durchsichtig, daß es einen graust vor der kaum verhohlen Aggression, die dahinter steckt. Was wollen die Russen denn jetzt schon wieder? Wo wollen sie denn morgen einfallen? Wollen sie irgendwo "nachbessern", die Grenzbefestigung weiter in das georgische Mutterland verlegen?

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22. Oktober 2008 01:38

@ Leser Möring

Carl Weekbrod (weicc001)

Keine Angst, Herr Möring, wenn man alle Berichte von Herrn Ludwig liest, dann weiß man, dass er sicherlich nicht für die Erben von Felix Dserschinski schreibt. Im Gegenteil. Ich stimme Ihnen aber zu, dass sowohl die Überschrift als auch Passagen des Textes die Verlautbarungen des Marionettenregimes in Zchinwali sehr unkritisch wiedergeben. Erst die Andeutungen über die berufliche Vergangenheit dieser Puppen verdeutlicht, wes Geistes Kind da sprach. Apropos, wo bleiben eigentlich all die moskautreuen Leserkommentare der beiden vergangenen Monate? Ich warte immer noch auf Beweise über Völkermord und ethnische Säuberungen seitens der georgischen Armee. Na ja, bald geht es dann ja auf der Krim weiter, dort planen die Ukrainer bestimmt schon den nächsten Genozid an russischen Staatsbürgern.

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21. Oktober 2008 22:54

Parteiische Überschrift

Karsten Möring (moe3008)

Die undistanziert Vorwürfe wiedergebende Überschrift des Artikels wirft die Frage nach journalistischer Sorgfalt oder offener Parteinahme der FAZ auf. Das bin ich bisher von dieser Zeitung nicht gewohnt und hoffe, dass es sich um ein Versehen handelt.

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