Das kleine Einmaleins, die vier Grundrechenarten, Dreisatz und Prozentrechnen - mehr an Mathematik brauchen die meisten Menschen nicht für das tägliche Leben. Wie man eine Funktion integriert und differenziert, Grenzwerte von Folgen abschätzt oder Reihen entwickelt, dürften viele längst vergessen haben, werden diese Fertigkeiten doch im Alltag nur selten gebraucht.
Hirnforscher müssen Optimisten sein. Wie sonst ließe es sich erklären, dass sie angesichts des kühnen Vorhabens, das Denkorgan mit Hilfe ebendieses Denkorgans zu enträtseln, nicht verzweifeln. Vielmehr erleben die Neurowissenschaften seit vielen Jahren eine nie dagewesene Blütezeit. Längst geht es nicht mehr nur um Grundlagenforschung und ein besseres Verständnis von krankhaften Störungen.
Schon vor hundert Jahren sollte demokratischen Bestrebungen in Iran mit Gewalt ein Ende gesetzt werden. Im August 1908 ließ der damalige Schah Mohammed Ali das erst zwei Jahre alte erste iranische Parlament bombardieren und zahlreiche seiner Mitglieder ins Gefängnis werfen. Den Kampf um die Etablierung des ...
Wäre die zurzeit grassierende "Schweinegrippe" oder - wie sie gelegentlich weiterhin genannt wird - "Mexikanische Grippe" früher ausgebrochen, die britische Medizinhistorikerin Mary Dobson hätte diesen ersten offiziellen Pandemiefall nach der Hongkong-Grippe von 1968 vielleicht in ihrem Buch über historische Seuchen berücksichtigt.
Freier Wille, Hirndoping, Künstliche Intelligenz, Demenzen - wann immer das menschliche Gehirn in den vergangenen Jahren zum Gegenstand der öffentlichen Diskussion und Berichterstattung wurde, entwickelten sich daraus spannende Debatten. Nur wenige Bücher über die Hirnforschung schildern die naturwissenschaftlichen genauso wie die philosophischen oder sozialwissenschaftlichen Apekte.
Wir befinden uns in der Mitte des " Darwin-Jahres", 150 Jahre nach der Erstveröffentlichung von "Die Entstehung der Arten", doch der Schöpfer der Evolutionstheorie ist keinewegs erst mit Beginn dieses Jahres in den Mittelpunkt der interdisziplinären Forschung und Lehre gerückt. An der Universität ...
Es werden nicht mehr so viele Liebesbriefe geschrieben. Jedenfalls nicht mehr in der früheren Menge und Form. Die Jugend zieht seit kurzem E-Mail und seit langem schon endlose Telefonate vor, jetzt auch das "Skypen" (irgend so eine Mischung aus Telefonieren, Fernsehen und Brief) oder den Austausch über Internet-Plattformen.
Wölfe wurden in zahlreichen Filmen als Menschenfreunde verherrlicht - in anderen als wilde Jäger dämonisiert. Sie sind Teil jeder wildromantischen Rocky-Mountains-Literatur. Ganz ohne jede Verherrlichung oder Polemik zeigen der Tierpsychologe Günther Bloch und der Fotograf Peter A. Dettling die Tiere in ihrem Bildband "Auge in Auge mit dem Wolf".
"Ein aufgeschlosseneres gesellschaftliches Klima" gegenüber der landwirtschaftlichen Gentechnik, das klingt heute mehr denn je wie ein frommer Wunsch. Der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die diesen Wunsch neben einer "verlässlichen" Rechts- und Gesetzeslage soeben in einem gemeinsamen Memorandum mit ...
Wenn von Genen, Klonen und Chimären die Rede ist, erwartet man entweder einen wissenschaftlichen Beitrag oder einen Zukunftsroman. Das von Charlotte Kerner herausgegebene Buch "Die nächste GENeration" enthält beides: Laienverständliche Sachtexte zur Gen- und Biomedizin und Science-Fiction-Geschichten, in denen die Themen szenisch oder in fiktiven Kommentaren weitergesponnen werden.
Die Schweinegrippe erinnert in diesen Tagen alarmierend daran, dass Tier und Mensch eine Schicksalsgemeinschaft, aber auch eine Gefahr füreinander darstellem können. Viren sind dabei nur eines von vielen Risiken. Im Kontakt mit Haus- und Nutztieren dachte man bisher zunächst an Flöhe oder den Fuchsbandwurm - also an Parasiten, die zum Teil mit bloßem Auge sichtbar sind.
Irgendetwas stört. Immerhin ist kein Anblick uns vertrauter, keine Gestalt so gegenwärtig wie er. Der enigmatische, durchdringende Blick, schulterlanges, gewelltes Haar, der Gesichtsausdruck weich und gütig. Kein Zweifel: ER sieht uns an.
Aber seit wann trägt der Messias Pelz? An sich kommt für einen Mann von solcher Statur nur ein luftiges Gewand als modisches Accessoire in Betracht.
Über "Balu", den Bären aus dem "Dschungelbuch" von Rudyard Kipling, wissen Generationen von Kindern spätestens seit der Disney-Verfilmung von 1967 fast alles. Kaum etwas weiß dagegen die Wissenschaft über das Leben seines natürlichen Vorbildes, des Lippenbären. Ein Naturforscher und Journalist, der sich, ...
Als Waltraud und Ernst Engelberg im September 1985 von ihrer Westreise wieder nach Ost-Berlin zurückkehrten, klingelte ununterbrochen das Telefon: Die Anrufer - nicht etwa Oppositionelle, sondern milieugemäß eher die mittlere Funktionärsebene der SED - freuten sich über den Auftritt des Bismarck-Biographen Engelberg vor den Kameras der ARD.