
Aber Frau Bätzing predigt doch niemals Enthaltsamkeit, erst am 18.6. sagte sie der Allgemeinen Zeitung wörtlich "Wir wollen keine Abstinenz predigen. " Meiner Meinung nach müssen Sie als Erwachsener kein schlechtes Gewissen haben, dass sie trinken, sie sollten nur nicht so tun, als sei es normal seinem Körper ein starkes Nervengift zuzuführen. Frau Bätzing ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, leider sieht sie sich beim Alkohol nur noch als Jungendschutzbeauftragte. Mir wäre es schon lieb, wenn unsere Regierung einräumen würde, dass wir ein massives Problem mit Alkoholikern in dieser Gesellschaft haben, in allen sozialen Schichten und in jeder Altersgruppe.
Aber solange Bierbrauer in jedes Mikro sagen dürfen, sie würden ein gesundes Lebensmittel herstellen, keinen Suchtstoff, solange hat die Alkohollobby in diesem Land das sagen.
Die Testkäuferablehnung zeigt das deutlich, da wird auch hier wieder gesagt es würde reichen den Ausweis zu kontrollieren. Das ist weltfremd, wer soll diese Ausweiskontrolle denn überprüfen? Testkäufer?

Testkäufer: halte ich für problematisch, weil wir da in eine Gesinnungslogik geraten, d.h. für Testkäufer wird das Gesetz außer Kraft gesetzt, weil sie den Alkohol ja nicht mit der Absicht des Konsums erwerben. Die Implikationen finde ich gefährlich.Davon abgesehen haben genug Kiddies große Brüder und Schwestern.
Warnhinweise: Gibt es eigentlich Statistiken was den Zusammenhang von Auszeichnung von Zigaretten mit den Hinweisen, und den Rückgang des Konsums angeht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das viel gebracht hat. Letztendlich ist doch jedem Kind (also auch den Kindern) klar, dass zu viel Alkohol massiv schadet. Mehr noch vielleicht, als bei den Zigaretten. (Wobei da vor der Kampagne auch jeder, den ich kannte wusste, dass man davon Krebs und andere nette Dinge kriegt)
Für mich ist Frau Bätzing die Agentin der Prohibition. Ihre Enthaltsamkeitsnummer ist doch schon so spießig, dass es weh tut. Bald kann man auch als Erwachsener nur noch mit schlechtem Gewissen was trinken. Ich seh sie lieber vor der Alkohollobby einknicken, als eigenverantwortliche Bürger vor ihren Moralpredigten.
Auch dass jetzt so getan wird, als hätte es das Problem vorher nicht gegeben, ist doch bloß Taktik, um die Empörung der Leute zu utilisieren.

Ich denke, dass Testkäufer ein falsches Signal an unsere Jugend sind. Der "agent provocateur" sollte nicht schon beim Nachwuchs salonfähig gemacht werden. Vielmehr würde ich auf harte, d.h. sehr harte Strafen für die Verkäufer setzen. Jedem ist zuzumuten, dass er sich den Ausweis zeigen lässt. Bei entsprechender Strafandrohung dürfte das sogar zur Selbstverständlichkeit werden. Umgekehrt können angetrunkene Kinder oder Jugendliche, die auf der Straße aufgegriffen werden, durchaus die gleichen Informationen wie Testkäufer liefern. Man muss sie nur fragen, wo sie den "Stoff" herbekommen haben. Voila!

Warum ist der Vorschlag Testkäufer loszuschicken gewissenlos? Das erschließt sich mir nicht.
Erfolglos ist es ganz sicher nicht, bekommt ein Testkäufer Alkohol verkauft, obwohl er zu jung ist, dann ist der Verkäufer des Verstoßes gegen das Gesetz überführt und eine Anklage hat große Aussicht auf Erfolg.
Das Problem bei Frau Bätzing ist doch viel mehr, dass sie vor dem Druck der sehr mächtigen Alkohollobby regelmäßig einknickt.
Warnhinweise auf Alkohol? Fehlanzeige, ganz im Gegensatz zu Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen. Wo ist der Unterschied, der Gesundheit abträgliche Substanzen enthalten beide, und das unanbhängig vond er kosumierten Menge.
Die Position der Bundesregierung zum Thema Alkohol ist dann aber auch, dass keine Abstinenz als Ideal angstrebt wird, das wird Frau Bätzing ja nicht müde zu betonen, sondern ein "vernünftiger" Umgang mit dem Alkohol, im Gegensatz zu Zigaretten. Tja, wer so windelweich vor der Suchtmittelindustrie ist, muss sich nicht wundern, wenn Kinder und Jugendliche sich reihenweis zu Tode saufen.

Als selber noch Jugendlicher ( 21) kann ich ihnen versichern das Testkäufe von minderjährigen sehr wohl etwas bringen würden es ist erschreckend wieviele 13,14 Jährige mit Wodka,Bacadi etc. welchen sie sich selber kaufen (meistens an Tankstellen) durch die Städte ziehen dass es dann in den Cocktailbars weitergeht ist vollkommen normal in Heidelberg gibt es in einer Disko wenigstens ein halbwegs verlässliches Model am Eingang werden alle kontrolliert und jene ü18 erhalten ein Armband damit kann leicht bei der bestellung überprüft werden wer ü18 und wer u18 ist ebenso müssen um 12 alle u18 die Disko verlassen. Bevor mir jetz jemand unterstellt ich möchte alle ü18 mit Armbändern rumlaufen lassen nein dafür haben wir ja unseren "Personalausweis" ( ein schöner Begriff ... er weist uns als Personal der BRD aus..) und wenn die Verkäufer wissen dass auch kontrolliert wird , fragen sie vlt. in Zukunft spätestens nach ihrer ersten 10.000€ Strafe nach. Ebenso bei den achso schlimmen "Killerspielen" da ist nämlich auch nicht das Problem dass die Spiele frei erhältlich wären (nein sie sind ja per gesetz ab 18 ab 16 etc.) aber es interessiert meist keine Sau wer es sich denn kauft...

verurteilt wurde. Dann hätte er mindestens 5 Jahre bekommen. Wenn der Täter meint, die Tragweite seines Tuns sei ihm nicht bewusst gewesen, so ist das eine reine Schutzbehauptung. Nicht umsonst hat er selbst Wasser statt Schnaps getrunken. Es war ihm also sehr wohl bewusst, was er da tat. Er hat also den Tod des Gymnasiasten BILLIGEND IN KAUF GENOMMEN! Wirklich enttäuschend diese verhältnismäßig milde Strafe.

Nun hat man also einen Schuldigen. Verantwortlich ist er aber sicher nicht allein. Welche Rolle spielten hier Eltern, Erzieher (Lehrer), Freunde etc.? Haben sie denn ihre Verantwortung wahrgenommen? Statt leere Worthülsen von sich zu geben, hätte Frau Bätzing schon längst Studien in Auftrag geben müssen, warum die Jugendlichen so viel "saufen". Jugendliche Testkäufer loszuschicken, ist ebenso erfolglos wie gewissenlos.

Eine gerechtfertigte Haftstrafe, aber was soll das eigentlich immer mit dem "überwiegend Wasser statt Schnaps getrunken". Wäre die eigentliche Verfehlung (nämlich der Ausschank von Hochprozentigem an Minderjährige) nicht so schlimm gewesen, wenn er ihn fair ins Koma gebracht hätte? Oder kommt man nun wieder mit dem Konjunktivargument, wenn der Wirt früher aufgegeben hätte, hätte der Junge nicht so viel getrunken und wäre nicht gestorben. Auch wenn es jetzt hart klingt, aber für die Mutter fällt mir doch wirklich nur noch das Wort "heuchlerisch" ein. So wie es in diesem Artikel vermittelt wird, scheint sich diese Dame vollkommen aus der Verantwortung zu nehmen: "Es sei ihr dringender Wunsch, dass die Tat in der Gesellschaft und auch bei den staatlichen Behörden Problembewusstsein wecke". Vielleicht hätte sie selbst einmal ein "Problembewusstsein" entwickeln sollen, bevor ihr Sohn an den Folgen der eigenen Selbstüberschätzung zugrunde gegangen ist. Denn es immer nur auf die anderen zu schieben kann ich in so einem Fall absolut nicht gelten lassen, zumal ihr Sohn ja anscheinend schon vorher ein Problem mit Alkohol gehabt hat. Eine liebevolle, aufklärende Erziehung ist nämlich immer noch mehr wert, als halbherzige Verbote von Dritten.

die manche meinen, als vorbildlich exportieren zu muessen.