Kultur ist eine Klimazone. Was gedeiht in dieser Zone von 1945 bis heute? Axel Schildt und Detlef Siegfried haben eine Kulturgeschichte Deutschlands verfasst, die von Gottfried Benn bis zur Sitzecke reicht. Von Dirk von Petersdorff
Jugendsprache aus dem Hause Langenscheidt: Christina Niegel und Monika Schaffrath haben Neuschöpfungen gesammelt, die den aktuellen Wortschatz der Jugend dokumentieren sollen. Dazu kommen Erläuterungen auf Deutsch, Englisch, Amerikanisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Von Ernst Horst
Warum können wir so gut mit den Füßen wippen? Und wie gelingt es Musikern, uns durch geschicktes Unterlaufen musikalischer Erwartungen anzuregen? Daniel Levitin führt in die Erforschung unserer Klangwahrnehmung ein. Von Christoph Albrecht
In deutscher Erstveröffentlichung publiziert die Heinrich-Böll-Stiftung Texte, die in China während der letzten drei Jahre politische Missstände aufs Korn genommen haben: Dokumente einer atemraubend offenen Debatte. Von Christian Geyer
Masterpläne fürs Leben sind ein sicherer Weg, sich über die eigenen Möglichkeiten zu täuschen: Christian Ankowitsch weiß zu überzeugen, dass es vielmehr auf eine Philosophie des Durchwurstelns ankommt. Von Michael Pawlik
Mit Hobbes, Habermas und Buddha: Der Nobelpreisträger Amartya Sen verteidigt einen wertgesättigten Begriff von Gerechtigkeit und ermutigt dazu, beim Nachdenken über Gerechtigkeit globale und lokale Perspektiven und Traditionen zusammenzuführen. Von Alexandra Kemmerer
Naturwissenschaften sind keine homogene Angelegenheit. Erst recht nicht, wenn man sie historisch betrachtet. Patricia Fara durchmisst viertausend Jahre Wissenschaftsgeschichte. Von Thomas Weber
Der deutsche Kolonialismus wird seit einiger Zeit von der Geschichtsforschung wiederentdeckt. Hartmut Pogge von Strandmanns Geschichte des Kolonialrats schließt dabei an eine ältere Tradition an. Von Andreas Eckert
Im Labyrinth von Tics und Ritualen: Pelle Sandstrak berichtet über sein Leben mit dem Tourette-Syndrom, dem er im entscheidenden Moment eine positive Wendung geben konnte. Von Oliver Tolmein
Heinrich August Winklers Geschichte des Westens konzentriert sich allein auf die Politik. Das ist Stärke und Schwäche dieses monumentalen Werks. Von Tim Blanning
Es war eine denkbar grundsätzliche Debatte, aus der in den zwanziger Jahren die moderne Physik hervorging: Manjit Kumar stellt sie eingängig dar und holt dabei Einstein aus seinem Winkel. Von Thomas de Padova
Die neue Welt ist überhaupt nicht schön: Günter Wallraff hat sich wieder zu verdeckten Ermittlungen unter den Gebeutelten des Landes aufgemacht. Sein antiquiertes Buch wirkt verblüffend frisch. Von Christian Geyer
Was hüpft und schlüpft und fliegt da nicht alles: Johann Friedrich Naumanns Bilder der Vogelwelt verknüpfen Genauigkeit mit Liebe zum Gegenstand. Von Tilman Spreckelsen
Der klassizistische Sinn fürs Decorum ließ an Caravaggio kaum ein gutes Haar: Sybille Ebert-Schifferer aber zeigt, dass dieser Maler mit allen Wassern gewaschen war. Von Christine Tauber