Ursula Biermann hat eine aufschlussreiche journalistische Recherche vorgelegt, die an vielen Einzelbeispielen zeigt, wie schwer es ältere Menschen heute haben, eine adäquate medizinische Versorgung zu bekommen. Von Robert Jütte
Das Geheimnis der Templer, ein glänzender Thrillerstoff: Alexandre Adler mustert die vielen tollen Geschichten, entwirft aber auch seine eigene gewagte Fassung der historischen Begebenheiten. Von Oliver Jungen
Hohe Theorie muss nicht sein, doch das Handwerk gilt es zu kennen: Werner Busch hat eine Gegengeschichte zur akademischen Kunstauffassung geschrieben, die nichtunbedingt durch ihren Sinn für klare kunstgeschichtliche Fronten, wohl aber durch eine Fülle von Einsichten besticht. Von Ralph Ubl
In fremder Haut sieht die Welt gleich anders aus: Zwei Bücher widmen sich den Grundlagen der Empathie und ihrer kulturellen Ausformung. So könnte der neue Dialog zwischen Biologie und Geisteswissenschaften aussehen. Von Dieter Thomä
Stefan Frank, Mitarbeiter der Zeitschrift konkret, hat mit lakonischem Humar und beachtlicher Sachkenntnis ein Buch zur Wirtschaftskrise geschrieben. Von Christoph Albrecht
Auf der Suche nach dem intensiven Leben im Angesicht des vorzeitigen Todes: Gerald Uhlig-Romero, Gründer des Café Einstein in Berlin, berichtet. Von Michael Pawlik
Wie steigere ich mein Hirn? Zwei Bände geben einen aufschlussreichen Einblick in die Möglichkeiten, sich selbst per Pharmaka zu modifizieren. Von Helmut Mayer
Wer an den Talkshows wieder einmal verzweifeln möchte, kann nun zu einem Buch greifen, das sich ihnen widmet: Harald Keller hat eine Geschichte des quotenträchtigen Genres in Deutschland vorgelegt. Von Ernst Horst
Wo sind die Schnittpunkt von Computer und Philosophie? Künstliche Schoßhunde, sythetische Gefühle, moralische Verantwortung - ein Sammelband zeigt uns im Licht der Maschinen. Von Christoph Albrecht
Strafe muss sein - aber warum genau? Winfried Hassemer unternimmt einen Begründungsversuch und ist dabei altmodischer, als ihm selbst bewusst sein dürfte. Von Michael Pawlik
Es gibt viele Varianten, sich eine Präexistenz und eine Fortexistenz der Seelen in aufeinanderfolgenden Leben vorzustellen - und der Hang dazu ist auch sehr verbreitet: In Helmut Obst Weltgeschichte der Reinkarnationsidee kann man sich davon überzeugen. Von Helmut Mayer
Ein lesenswerter und leicht zugänglicher Sammelband über das frühe Christentum führt die Vorzüge und auch die Problematik der Enttheologisierung der Kirchengeschichte vor Augen. Von Wolfram Kinzig
Richard Münchs neues Buch über die Folgen der deutschen Bildungsreformen ist selbst Ausdruck der desolaten Hochschulsituation, die er beschreibt. Von Caspar Hirschi
Hansjörg Küster, Pflanzenökologe und Geobotaniker, hat eine Geschichte der Landschaft geschrieben, die auf knappem Raum unterschiedlichen Perspektiven auf den Gegenstand Geltung verschafft. Von Gesine Hindemith