Bildung

Wer lehrt die Kinder googeln?

Alphabetisierung beginnt beim Lesen, aber dort endet sie nicht. Den Schülern wird zum Wissenserwerb zunehmend der Rückgriff aufs Internet empfohlen. Aber niemand unterrichtet sie darin. Von Wolfram Kinzig

Privatuniversität Witten/Herdecke

Mit Sponsorenhilfe aus der Insolvenz

Die Privatuniversität Witten/Herdecke ist knapp der Insolvenz entkommen. Zwei Sponsoren stellen die nötigen Mittel bereit, um das Millionenloch im Hochschuletat zu stopfen. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte wegen Zweifeln an der Geschäftsführung 4,5 Millionen Euro Förderung für 2008 zurückgezogen.

Privat-Uni Witten/Herdecke

Misswirtschaft und fehlende Mittel

Das Land hat die Mittel gestrichen, der Präsident ist zurückgetreten: Die älteste deutsche Privathochschule in Witten/Herdecke steht vor dem Aus. Schuld sollen finanzielle Misswirtschaft und mangelndes Fingerspitzengefühl im Umgang mit Spendern sein. Von Sebastian Balzter und Christiane Scharrenbroch

Hochschulfinanzierung

Witten/Herdecke vor dem Aus?

Es könnte das Ende der ersten deutschen Privathochschule bedeuten: Achtzehnmal habe das Land die Universität Witten/Herdecke aufgefordert, verlässliche Wirtschaftspläne für 2009 vorzulegen. Nun sind offenbar 600 Arbeitsplätze und die Ausbildung von 1200 Studierenden gefährdet. Von Jürgen Kaube

Ein Mann lernt sehen

Die Illusion von Wirklichkeit

Michael May lernt seit acht Jahren sehen. So lange ist es her, dass ihm die Hornhaut eines Toten sein Augenlicht wiedergab. Es ist ein abenteuerlicher Lernprozess, aus dem man erschließen kann, wie sich unser visuelles Bild der Realität ergibt. Von Nike Heinen

Evolutionstheorie der Literatur

Gibt es eine DNA der Literatur, Herr Moretti?

Romane essen einander nicht auf, aber sie konkurrieren um die Zeit ihrer Leser: Der Literaturwissenschaftler Franco Moretti untersucht Literatur mit den Mitteln der Evolutionstheorie. Im Gespräch erklärt er, welche äußeren Kräfte auf die Entwicklung literarischer Formen einwirken.

Die Anfänge des Sozialdarwinismus

Die Antiquiertheit des Menschen

Der englische Journalist Walter Bagehot war der Erste, der die Übertragung von Darwins Evolutionstheorie auf die Sozialwissenschaft versuchte. Um den Fortschritt der Gattung zu gewährleisten, musste er über Leichen gehen. Von Patrick Bahners

Darwin und die Kunstgeschichte

Die überleben werden - ein Blick ins Jahr 2500

Darwin wirkte tief in die Kunstgeschichte hinein. Max Ernst etwa glaubte an die Evolution, nicht aber daran, dass sie einen Fortschritt bedeute. In seinem Collage-Zyklus „Histoire naturelle“ liefert die Evolutionstheorie den Hintergrund für eine pessimistische Deutung der Menschheitsgeschichte. Von Pamela Kort

Evolution aus der Vogelperspektive

Die weise Taube

Aus der Vogelperspektive ist die Evolution anders verlaufen. Die kleinen Gehirne der Federtiere sind zu viel größeren Leistungen fähig, als Darwin annahm. Eine Gruppe von Forschern der Bochumer Ruhr-Universität will nun die Gedanken der Tauben lesen. Von Joachim Müller-Jung

Medizin

Nobelstiftung im Zwielicht

In Schweden sind Vorwürfe gegen die Nobelstiftung laut geworden. Es geht um den diesjährigen Medizin-Nobelpreis. Hat ein Pharmaunternehmen die Entscheidung für den deutschen Nobelpreisträger beeinflusst? Von Joachim Müller-Jung

Amerikas Unis in der Krise

Katzenjammer bei Harvard & Co.

Die Finanzkrise hat auch die vermögenden amerikanischen Spitzenuniversitäten erfasst. Harvard hat schon acht Milliarden Dollar verloren. Die Einnahmen aus Studiengebühren sinken, der Fluss von Regierungszuwendungen und privaten Forschungsgeldern gerät ins Stocken. Von Jordan Mejias, New York

Bremer Tierversuche

Alles nur eine Frage der Leidensbewertung?

Spezial An der Bremer Universität hat das Verbot von Tierversuchen mit Affen für viel Wirbel gesorgt. Jetzt redet der Gegengutachter, ein Tierarzt. Er sagt: Niemand hat mit objektiven Methoden untersucht, wie viel Stress die Affen tatsächlich empfinden. Von Christina Hucklenbroich

Exzellenzinitiative

Im Land hinter den Leuchttürmen

Die Exzellenzinitiative belohnt bisher vor allem breit aufgestellte Volluniversitäten. Mittlere Universitäten mit starken Forschungsleistungen in einzelnen Bereichen gehen leer aus. Der neue Exzellenz-Bericht sieht hier Änderungsbedarf, kann aber noch kein überzeugendes Konzept vorlegen. Von Achim Wiesner und Stephan Leibfried

Tiefe Hirnstimulation

Ein heilsamer Stachel fürs kranke Gehirn?

Erste Daten sind vorhanden, doch die Psychiater bleiben vorsichtig: Sollten künftig auch Depression und Schizophrenie öfter mit stimulierenden Elektroden im Kopf kuriert werden? Von Inka Wahl

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F.A.Z.-Kalender 2009

F.A.Z.-Kalender 2009

Seit gut einem Jahr hat die F.A.Z. ein neues Wahrzeichen: das Foto auf der ersten Seite. Zur Wahl „Titelfoto des Jahres“ standen den Lesern der F.A.Z. 56 Motive zur Auswahl. Zwölf davon zeigt dieser Kalender.

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