Bei einem 3-Euro-Burger würde er sich mit McDonald's messen lassen: Spitzenkoch Alexander Herrmann

Alexander Herrmann zum Burger-Streit

Gutes Fleisch für diesen Preis? Unvorstellbar!

Als einer der prominentesten Köche der Welt, Ferran Adrià, den Hamburger von McDonald's zu dem Preis unübertrefflich nannte, stieß er auf Empörung in der kulinarischen Welt. Spitzenkoch Alexander Herrmann antwortet auf den Kollegen und die Kritik.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. November 2008 17:24

jaja .. ich wiederspreche ...

Falk Hammer (FalkHammer)

Diesem Schreiberling wiederspreche ich, diesem wiederum stimme ich zu. Burgerdebatten gabs schon vor 10 Jahren und hatten genausowenig einen Konsens wie heutzutage. Man muesste vielmehr den Journalisten anklagen der Feran Adria diese Frage gestellt hat. Burger King versuchts seit einem halben Jahr mit einm Kobe Rind Burger mit pinkem Himalaya Salz und anderen Luxusprodukten, berechnet dafuer fast 100 Euro und kein Mensch kaufts. Heston Blumenthal hat schon vor 5 Jahren versucht den Perfekten Burger zu kreieren, dabei tatsaechlich einen ganz leckeren Snack fuer knapp 40 Euro angeboten, dessen Komponenten auch beachtlichem Niveau lagen. Und was hats geaendert? Nichts. Ich geh trotzdem alle paar Wochen in den Burgerladen meiner Wahl und kaufe mir fuer 5 Euro einen wappligen brotlapen mit doppelt verbranntem Riderhack, ausgelaugten sauren gurken und von der Waermelampe getoeteten Salat. Weil er schmeckt.

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14. November 2008 15:19

Deutschland ohne Burger-Krieg

Tatiana Schmidt (tatiane)

Viel Koeche verderben den Brei. Solche, die vom Essen mehr reden, als es zu machen, verwechseln die Kueche mit dem Schreibtisch. Dichter sollten auch nicht nur lesen oder in Talkshows erklaeren, warum sie sei langem nichts schreiben.

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14. November 2008 14:06

Betriebswirtschaft

Bobbejaan de Smedt (Bobbejaan)

Bei dem 1-Euro-Burger handelt es sich um ein erstklassiges Lockangebot: Der Kunde soll den Burger kaufen und dann noch eine Cola für mindestens einen Euro. Wareneinsatz bei der Cola ist minimal - zumal das Mischungsverhältnis von Sirup zu Wasser ja auch vom Burger-Brater beeinflusst werden kann. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Cola zufällig etwas wässrig schmeckt. Soll es alles schon mal gegeben haben... Aus diesem Grund ist es m.E. Quatsch, den Preis von einem Euro pro Burger isoliert zu betrachten. Es kommt eben auf den Produkt-Mix an. Und spätestens da merkt man, dass sich die Mischkalkulation für gewisse Fast-Food-Ketten selbstverständlich lohnt - ohne dass der Burger zwangsweise minderwertig sein müsste. Elektronik-Märkte sind ja auch nicht blöd und locken Kunden mit entsprechenden Schnäppchen in die Läden (qualitativ durchaus gut) - um dann eben mit anderen Produkten richtig hin zu langen.

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14. November 2008 13:34

Burgerking oder McDonalds

Peter Schwaderer (Einbauschrank)

Tatsächlich hätte mich einmal ein "fachkundiger" Kommentar zu dem alten Burgerstreit "Burgerking" oder "McDonalds" interessiert. Gerade den 1-Euro Burger von McD finde ich im Vergleich zu dem von BK absolut schlecht. Am schlimmsten sind die lapprigen McD Brötchen.

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14. November 2008 13:13

H. Parsons:

Peter Keul (hildennet)

Die Kalkulation in der Gastronomie ist mir geläufig: Der Ein-Euro Burger ist ein klassisches Lockvogel-Angebot und nur darstellbar, weil MCD eben nicht nur diesen verkauft. Mein Hinweis galt nur der Tatsache, das Herrmann und Adria so tun, als wäre dieser Preis so unendlich niedrig. Was er nicht ist. Für einen Lockvogel ist die Handelsspanne (Marx hätte gesagt der Mehrwert) aber mehr als OK, MCD legt kein Geld dazu. Zur Qualität habe ich nichts gesagt: Das ist Geschmacksache. Unsere Katze frisst Mäuse. Ich mag sie nicht.

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14. November 2008 12:27

Herr Herrman weiß doch ganz genau

Heinz Mayer (Bundespraesident)

wieviel er für Spitzenfleisch bezahlt. Roastbeef vom Charolais kosten ihn um die 10 Euro/kg, hohe Rippe keine 4,-. Nur beim Metzger explodieren die Preise. Genauso bei Fisch, etc. Also nicht so übertreiben Herr Herrman. Beim Kochen sind Sie doch auch ehrlich zu sich selbst und zu ihren Gästen.

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14. November 2008 11:50

@ H. Keul:

Marvin Parsons (mapar)

Als Kosten in der Gastronomie fallen nicht nur der Wareneinsatz an. Dazu kommen Personalkosten und Kosten der Gaststätte und ihrer Ausstattung. Ein "Normalpreis" von 1,80 DM vor 20 Jahren war real/in Kaufkraft viel höher als der jetzige Normalpreis von 1 Euro/1,95 DM. Ich will damit den McD-Hamburger nicht verteidigen, nur würde etwas besseres auch mehr kosten, was es ja auch darf.

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14. November 2008 11:05

1-Euro-Burger?

Wilhelm Rggrt (Wilhelm29)

Von was reden diese schwachsinnigen Spitzenköche überhaupt? Die Preisspanne reicht bei McDonald, Burger King und anderen Ketten meist von 1,80 - 2,95 €, wenn nicht mehr. Und gutes fleisch gibt es im Fleischgroßhandel, insbesondere für Hackfleisch für weit unter 8 € das Kilo. Und außerdem ist die Bezeichnung Fasst Food für diese Ketten eine Beleidigung, ebenso für die Leberkässemmel, die in Bayern eine Delikatesse ist. die Kritiker sollten auch nal über den Erfolg dieser Ketten nachdenken, den sie ermöglichen es vielen, die es sich nicht leisten können täglich ein "normales, hochgestochenes" Restaurant zu besuchen, sich außerhaus zu ernähren. Erinnert sei auch an die Rumfordsuppe, eine Erfindung von Graf Rumford aus München im 19.Jhdt, die es den Unterschichten ermöglichte sich außreichend, gesund und preiswert zu ernähren. Und heute ist diese Suppe oft ein Spitzenreiter in manchen Lokalen.

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14. November 2008 10:39

Spitzenkoeche und Industrie

Adrian Mondry (Mondry)

Spitzenkoeche und Industrie arbeiten doch schon lange zusammen- z.B. fuer Fluglinien wie die Singapore Airlines, die auch in der Economy Klasse auf Interkontinentalfluegen die Menues von bekannten Koechen zusammenstellen laesst. Da werden dann je Fluggast je etwa 10- 15€ budgetiert, und das Ergebnis schmeckt durchaus...

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14. November 2008 10:10

"Nur" 1 Euro?

Peter Keul (hildennet)

Der Euro ist relativ viel Geld für den MCD-Burger. Denn Herrmann irrt, wenn er glaubt der hätte 100g Fleisch. Tatsächlich hat das Fleisch in diesem Brötchen etwa 40g Frischgewicht. Und wenn ich das gastronomisch nachkalkuliere, liegt der Wareneinsatz maximal bei 40 Cent incl Käse, Brötchen, Zutaten und Fleisch. Insofern ist der Euro für eine Sonderangebotskalkulation realistisch. Übrigens: das sind in DM 1,95. Vor 20 Jahren kostete der Burger im Normalpreis DM 1,80. Wenn nur bei jedem 2. Käufer braune Brause und/oder die Briefmarkentüte Pommes dazu kommen, wird die Kalkulation geradezu komfortabel. Ich weiss auch nicht, welche Anforderungen Alexander Herrmann, (den ich sehr schätze) an Hackfleisch stellt. Ich habe jedenfalls im Einkauf noch nie 8 Euro für ein Kilo ordentliches Hackfleisch bezahlt.

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14. November 2008 10:07

Burger für 1 Euro

Ken Tietjen (76er)

Feran Adria hat nicht viel Erfahrung mit Fast Food wenn er behauptet der Burger von McDonalds für 1 Euro sei das beste was für diesen Preis möglich wäre. Deutlich besser schmeckt der Hamburger von Burger King und der kostet 99 Cent. ;-P

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14. November 2008 08:50

Gutes Fleisch?

Peter Böttcher (Joffy)

Es ist doch eigentlich egal, ob das Fleisch aus der Massenhaltung oder vom Biohof stammt. Sicherlich hatte das Tier eine andere Vorstellung vom Leben, als die, zu einem Hamburger etc. „veredelt“ zu werden. Leichenteil ist und bleibt nun mal Leichenteil. Und mit ein paar Zusatzstoffen und Technik, kann jedes Bindegewebe zu einer Spezialität verzaubert werden.

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14. November 2008 08:21

Wie sich doch vieles im Lebensmittel-Sektor ähnelt

Christian Jessen (cj1960)

Es bleibt dabei - bei einer sich ständig vergrössernden Menge Konsumenten ist selbst kochen tabu. Leider !! Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Fast-Food Industrie. Leider - sind wir Deutschen auch aus unserem industriell geprägten Umfeld immer noch der Auffassung, dass gute Lebensmittel nichts kosten müssen. Je mehr eingekauft wird, um so preiswerter muss das Produkt doch werden. Das Kilo Rind für € 8,00 - warum nicht - höre ich da die Vertreter dieser Meinung wieder sagen. Wenn MacDonald weltweit in den enstprechenden Mengen einkauft ?? Auch beim Wein kursiert momentan wieder das Gerücht man könne ihn unter € 5,00 die Flasche herstellen. Da ist immer wieder von der Qualität die Rede - aber wie soll das jemand beurteilen können, der sich sein Leben lang von Fastfood ernährt hat ? Ich wünschte es gebe in unserer Gesellschaft mehr Verständnis für die "sozialgesellschaftlichen" Aspekte der Lebensmittel-Erzeugung - ähnlich wie in Frankreich.

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