Ein getrennter Verkauf des Privat- und Geschäftskundenbereichs an die Commerzbank und der Verkauf der Investmentbank Dresdner Kleinwort an ein finanzstarkes Institut eines Wachstumslandes macht doch am meisten Sinn! Die Commerzbank kann in einem Bereich wachsen, in dem sie erfolgreich ist und dabei ihre Bankprodukte günstiger erstellen und anbieten. Die Investmentbanktochter Dresdner Kleinwort, die wesentlich größer und globaler aufgestellt ist als der Investmentbank-Unternehmensbereich der Commerzbank selbst, passt sowieso nicht in die strategische Ausrichtung der gelben Bank. Andererseits könnte eine chinesische Bank mit dem Erwerb einer Investmentbank in einem Bereich wachsen, in dem sie selbst bisher wenig Erfahrung machen konnte, der aber mit zunehmenden internationalen Erfolg chinesischer Unternehmen immer wichtiger wird. Das nationalistische Argument, dass bei einem Verkauf an eine chinesische Bank Know-how abgegeben würde, ignoriert, dass die Dresdner Bank vor vielen Jahren die englische Investmentbank Kleinwort Benson genau aus diesem Grunde erworben hat. Natürlich erwirbt man andere Unternehmen um neue Märkte und Know-how zu erschließen. Für Dresdner Kleinwort selbst könnte es ein Aufbruch sein.